
Wie wir den Tod darstellen wirft Licht auf unser Verhältnis zum Sterben.
Der bleiche Knochenmann, der Schnitter, der Sensenmann:
unsere Vorstellung vom Tod ist geprägt von Angst, Verlust, Schwärze und dem Nichts.
Ohne den Tod wirklich zu kennen, schreiben wir ihm diese Attribute zu, die letztlich in eben diesen Darstellungen münden.
Aber: wäre der Tod wirklich ein Mensch, könnte er nicht anders aussehen?
Können wir Mitleid mit dem Tod haben? Ihn als engen Vertrauten (wie das Leben selbst) wahrnehmen?
Ihn akzeptieren, ohne ihn gleich herbei wünschen zu wollen?
"Sympathie für den Tod" will festgefahrenen Schubladen den Boden entziehen.
Aufzeigen, dass das Bild vom Tod nur in unserem Kopf entsteht. Und dass wir es ändern können,
indem wir eine neue Relation zu ihm schaffen.
Der Tod ist zu oft ein Tabuthema geworden. Man spricht nicht darüber, man verschweigt, ignoriert & verdrängt. Wir wollen keine Tabus brechen, sondern öffnen.
Dem Tod die Chance geben, sich wenigstens "einmal im Leben" den Menschen zu präsentieren.